Es ist bedauerlicherweise Fakt, dass meine Angabe, die Gesamtschullehrer seien Gemeindeangestellte, nicht richtig ist. Für mich war das eine Begründung für den Verdacht, auf Grund der Abhängigkeit von der Gemeinde könne Druck auf den Verein ausgeübt worden sein, die Klage zurückzuziehen. Es war aber nicht die einzige, denn eine existentielle Abhängikeit besteht ja in dem Faktum, dass das Vereinsgelände von der Gemeinde gepachtet ist. Da Sie das weglassen, entsteht beim Leser der Eindruck, das meine Befürchtung hinsichtlich einer Einflussnahme völlig haltlos ist. Zudem ist es Fakt, dass die Schulleitung, welche gegenüber den beteiligten Lehrern weisungsbefugt ist, natürlich vielfach abhängig von der Gemeinde als ihrer Schulträgerin ist und sich deshalb kaum einen ernsten Konflikt mit ihr leisten kann.
Fassungslos aber lese ich die Ausführungen des Herrn Lüdorf, und frage mich, ob es möglich ist, dass es noch einen Menschen gibt, der nicht die furchterregenden Folgen der menschengemachten Klimaerhitzung mitbekommt, die seit Wochen und Monaten nun auch Europa und uns in Deutschland mit voller Wucht treffen: Apokalyptische Brände, austrocknende Flüsse, Extremhitze mit tausenden Toten, Mißernten und schwere wirtschaftlichen Schäden! Fakt ist, dass der „Freizeitpark“, den Herr Lüdorf im Wald errichten will, extrem klimaschädlich ist, schafft er doch ein erhebliches neues Verkehrsaufkommen, wird durch den Betrieb Energiegroßverbraucher und zerstört mit dem Wald auch dessen Klima-schutzfunktion. Es ist genauso, als würde bei einem brennenden Haus einer der Bewohner statt Löschwasser Benzin in die Flammen kippen.
Vielleicht kann man von einem Menschen, der wie Herrn Lüdorf glaubt, mit seinem Bespaßungsprojekt die „Natur nachhaltig weiterentwickeln“ zu können, nichts anderes erwarten. Aber die Gemeinde sollte schleunigst den skandalösen Bebauungsplan zurückziehen, wenn sie nicht Gefahr laufen will, weithin als abschreckendes Beispiel für Klimafolgenignoranz hervorzutreten. Das ist auch deshalb nötig, weil der BP ja einen „Freizeitpark“ im Wald gar nicht erlaubt, sondern von dem Trugbild ausgeht, das komplexe ober- und unterirdische Ökosystem Wald bliebe bis auf die bebauten und befestigten Flächen erhalten. Da Herr Lüdorf aber ausplaudert, dass er einen“ Freizeitpark“ errichten will,, für den er Eintritt nehmen dürfe, bestätigt er ungewollt, dass tatsächlich vom Wald nichts übrig bleibt, Denn nach dem Gesetz ist Wald ja grundsätzlich für jedermann frei zugänglich.
Leider geben auch Regierung, Wirtschaftsführer und Konsumbürger angesichts des Dramas ein jämmerlich hilfloses Bild ab. Statt es endlich mal mit Weniger, Kleiner und Friedlicher zu probieren und Überkonsum und Luxusproduktion zu verbieten, um das Lebensnotwendige zu retten, setzen sie wider alle Vernunft immer weiter auf das tödliche WeiterSo !
Mir ist Angst und Bange um meine Enkel. Nie zuvor war mir die Verzweiflung so nah.
